07.047
MA (b) Linguistik / Seminar II
Dipl. (f) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II
Renate Fischer, Simon Kollien, Renate Poppendieker
Kontrastive Grammatik im Sprachunterricht an der Gehörlosenschule
(am Beispiel der sog. Richtungs- / Kongruenzverben)
Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstraße 34)
Raum 3
3std., Mi 17-19:30 ["DGS-Warming up" Di 14-15] Beginn: 22.10.1997
Zum Seminarthema:
Das Seminar soll einen theoretischen Einstieg in Fragen der kontrastiven
Grammatik bieten und einen praktischen Output liefern: Grammatikübungen
für den Sprachunterricht an der Gehörlosenschule. Im einzelnen
geht es darum, wie Verbkongruenz des Deutschen beigebracht werden kann.
Kontrastiv zu DGS-Kongruenzverben geht es dabei auch um die korrekte Verwendung
von Nominal- resp. Präpositionalphrasen (in der syntaktischen Funktion
von Subjekt bzw. Objekt) insbesondere mit ihrer Kasusmorphologie.
Ablauf:
Einer Einführung in grundsätzliche Fragestellungen kontrastiver
Grammatik folgt eine Beschäftigung mit Problemen des Deutschunterrichts
in bilingualen Klassen der Gehörlosenschule ­p; d.h. eines Deutschunterrichts
(Grundschule), der für die Erklärung der Zielsprache Deutsch auf
die Basissprache DGS zurückgreifen kann. Der dritte Seminarteil verwendet
Ergebnisse des Ib-Seminars des SoSe 97: Hier sollen konkrete Grammatikübungen
für den Unterricht ausgearbeitet werden.
Teilnahmevoraussetzung oder -beschränkung:
Erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar Ib-Gebärdensprachlinguistik.
Hinweis: Dieses Seminar wid nicht gedolmetscht, sondern auf wiederholten
Wunsch in DGS abgehalten. Selbstverständlich werden wir hinsichtlich
der Seminargestaltung und des Leistungsnachweises auf diese doppelte Anforderung
(DGS-Verwendung, inhaltliches Mithalten) Rücksicht nehmen. Daher bieten
wir begleitend zum Seminar wöchentlich ein einstündiges themenbezogenes
"Warming up" in DGS an (Termine s.o.).
Scheinvergabe:
Wir bescheinigen die erfolgreiche Teilnahme, wenn zusätzlich zu
regelmäßiger aktiver Teilnahme ein Themenabschnitt für eine
Broschüre zu kontrastivem Sprachunterricht (am Beispiel der Kongruenzverben)
erarbeitet wird und diese Bearbeitung mindestens die Beurteilung "ausreichend"
erhält. Einzelheiten werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Evtl. Empfehlung von vorbereitender Lektüre: