07.025
Linguistik
Seminar Ia
5std.
Renate Fischer
Einführung in die Gebärdensprachlinguistik
Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
MiFr 10-12
Zielgruppe des Seminars: Diese Veranstaltung wendet sich an AnfängerInnen
des Studiengangs Gebärdensprachen. Sie hat zum Ziel, den Studierenden
im Bereich Gebärdensprachlinguistik fachliche Grundkenntnisse einschließlich
Basisterminologie zu vermitteln. Inhalte: Da es in einer einsemestrigen
Einführungsveranstaltung nicht zu schaffen ist, einen soliden Einstieg
in alle Bereiche der heutigen Gebärdensprachlinguistik zu vermitteln,
werde ich den Schwerpunkt auf die vier linguistischen Grundbereiche legen:
- Phonologie/Cherologie (Aspekte der lautlichen bzw. gebärdlichen
Form und Ausführung),
- Morphologie und * Syntax als Aspekte der Wort-/Einzelgebärden-
und Satzgrammatik,
- Semantik (Bedeutungsaspekte).
Da die moderne Gebärdensprachlinguistik auf der Begrifflichkeit und
Methodik der Lautsprachlinguistik aufbaut, müssen wir im Seminar den
"Spagat" bewältigen, die jeweiligen Konzepte zuerst in ihrem
lautsprachlinguistischen Ursprungsbereich und danach in ihrer gebärdensprachlinguistischen
Anwendung zu begreifen. Ein kleiner Teil des Gesamtseminars wird dem Einblick
in gebärdensprachlinguistische Arbeitsbereiche dienen, die über
die hauptsächlich behandelten vier Grundbereiche hinausgehen.
Ablauf:
Das Seminar findet zweimal wöchentlich statt (Plenum). Eher vorlesungsartig
werde ich die jeweiligen Konzepte einführen, und eine anschließende
Phase soll jeweils der Übung und Festigung dienen. In speziellen Arbeitsgruppensitzungen
(siehe oben: "1 Std n.V.") bietet die/der Unterrichtstutor/in
dieses Seminars die gemeinsame Lektüre einfacher Texte an.
Teilnahmevoraussetzungen:
Es gibt bei diesem Einführungsseminar selbstverständlich keine
Teilnahmevoraussetzungen.
Scheinvergabe:
Nach Abschluß der Bearbeitung je eines der vier linguistischen Grundbereiche
wird eine kurze Klausur dazu geschrieben. Die erfolgreiche Teilnahme am
Seminar bescheinige ich, wenn von diesen insgesamt vier Klausurarbeiten
mindestens drei bestanden wurden.