07.025
Linguistik
Seminar Ia
5std.
Renate FischerEinführung in die Gebärdensprachlinguistik
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Fr 10.00-11.30 + 12.30-14.00 + 1 St. n.V.
Zielgruppe des Seminars:
Diese Veranstaltung wendet sich an AnfängerInnen des Studiengangs Gebärdensprachen. Sie hat zum Ziel, den Studierenden im Bereich Gebärdensprachlinguistik fachliche Grundkenntnisse einschließlich Basisterminologie zu vermitteln.
Inhalte:
Da es in einer einsemestrigen Einführungsveranstaltung nicht zu schaffen ist, einen soliden Einstieg in alle Bereiche der heutigen Gebärdensprachlinguistik zu vermitteln, werde ich den Schwerpunkt auf die vier linguistischen Grundbereiche legen:
* Phonologie/Cherologie (Aspekte der lautlichen bzw. gebärdlichen Form und Ausführung),
* Morphologie und * Syntax als Aspekte der Wort-/Einzelgebärden- und Satzgrammatik,
* Semantik (Bedeutungsaspekte).
Da die moderne Gebärdensprachlinguistik auf der Begrifflichkeit und Methodik der Lautsprachlinguistik aufbaut, müssen wir im Seminar den "Spagat" bewältigen, die jeweiligen Konzepte zuerst in ihrem lautsprachlinguistischen Ursprungsbereich und danach in ihrer gebärdensprachlinguistischen Anwendung zu begreifen.
Ein kleiner Teil des Gesamtseminars wird dem Einblick in gebärdensprachlinguistische Arbeitsbereiche dienen, die über die hauptsächlich behandelten vier Grundbereiche hinausgehen.
Ablauf:
Das Seminar gliedert sich pro Sitzungstermin in einen ersten Teil (10.00-11.30), in dem ich eher vorlesungsartig die jeweiligen Konzepte einführe, und einen zweiten Teil (12.30-14.00), der der Übung und Festigung dienen soll. Hierbei haben wir Unterstützung durch eine/n Unterrichtstutor/in.
In einer speziellen Arbeitsgruppensitzung (siehe oben: "1 Std n.V.") bietet die/der Unterrichtstutor/in dieses Seminars die gemeinsame Lektüre eines einfachen Fachtextes aus dem jeweils behandelten linguistischen Grundbereich an.
Teilnahmevoraussetzungen:
Es gibt bei diesem Einführungsseminar selbstverständlich keine Teilnahmevoraussetzungen.
Scheinvergabe:
Nach Abschluß der Bearbeitung je eines der vier linguistischen Grundbereiche wird eine kurze Klausur dazu geschrieben. Die erfolgreiche Teilnahme am Seminar bescheinige ich, wenn von diesen insgesamt vier Klausurarbeiten mindestens drei bestanden wurden.
07.026
Gehörlosengemeinschaft
Seminar Ib
4std.
Simon KollienPsychosoziale Situation Gehörloser
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Mi 8.15-9.45
Inhalt:
Die Gehörlosengemeinschaft beinhaltet viele wesentliche psychologische und soziale Aspekte, die innerhalb der Struktur der Gemeinschaft und in Beziehungen zur hörenden Majorität auftreten. Im Seminar wird angestrebt, einen Überblick über die psychosoziale Situation Gehörloser und diesbezügliche Aktivitäten zu vermitteln und in Referaten Themata wie u.a. das Bild des Gehörlosen und seine psychischen Merkmale in der Psychologie, Identität als Gehörlose, Gebärdenspracherwerb, Kommunikationsstrategien, Jugend, Ehe, Arbeitswelt und Alter erarbeitet. Es werden auch unterschiedliche Instutionen wie soziale, psychologische bzw. psychiatrische Beratungsstellen und Einrichtungen zur Rehabilitation Gehörloser und verschiedene Konzepte der Intervention und Therapie vorgestellt. Dieses Seminar wird ebenfalls von mir zum erstenmal durchgeführt und ist als Experiment zur Bildung des Schwerpunkts "Psychosoziale Situation Gehörloser" anzusehen indem verschiedene Materialien und eigene Untersuchungen zusammengefaßt werden.
Am 25.10.1995 findet um 8.15 Uhr ein Vorbereitungstreffen statt, bei dem die Referatsthemen aufgeteilt werden und der genauere Ablauf besprochen wird.
Leistungsanforderungen:
Regelmäßige Teilnahme, Referat oder kleine psychologische Untersuchung, Protokolle
Vorraussetzungen:
Gute DGS-Kenntnisse, Besuch des Einführungsseminars "Soziologie und Kultur der Gehörlosen"
Vorbereitungsmöglichkeit:
Literaturliste kann ab Anfang Oktober im Sekretariat abgeholt werden .
07.027
Linguistik
Seminar Ib
4std.
Siegmund PrillwitzGebärdensprachphonologie
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Di 9-11 + 11-13 (AG)
Inhalt: Seit etwa 15 Jahren entwickelt sich das Gebiet Gebärdensprachphonologie vornehmlich in den USA zu einem der Schwerpunkte gebärdensprachlinguistischen Interesses. Ziel dieses Seminars ist es, einige Meilensteine dieser Entwicklung anhand der Originalliteratur nachzuvollziehen und im Kontext der korrespondierenden lautsprachlichphonologischen Theorien zu analysieren. Dazu wird zuerst, sofern nötig, das benötigte phonologische Instrumentarium anhand von Standardliteratur erarbeitet.
Vorgehen: In den Plenarsitzungen werden einzelne Texte bzw. Kapitel davon diskutiert, die zuvor von allen Teilnehmern gelesen worden sind. Im Rotationsverfahren übernimmt einer der Teilnehmer die Diskussionsleitung. Die Plenarsitzungen werden protokolliert. Die Arbeitsgemeinschaften dienen der weiteren Klärung inhaltlicher Fragen sowie der Vertiefung durch praktischen Umgang mit den diskutierten Modellen.
Voraussetzungen: erfolgreicher Besuch eines Seminar Ia im Bereich Linguistik; Bereitschaft, sich mit überwiegend englischsprachigen Fachtexten auseinanderzusetzen.
Phonologie-Standardliteratur zur Vorbereitung:
Kenstowicz, Michael / Kisseberth, Charles: Generative phonology : description and theory. New York, San Francisco, London : Academic Press 1979 - xiv, 459 p.
Goldsmith, John A.: Autosegmental and metrical phonology. Oxford : Basil Blackwell 1990 - 376 p.
Ausgewählte Literatur zur Gebärdensprachphonologie:
Sandler, Wendy: Phonological representation of the sign: Linearity and nonlinearity in American Sign Language. Dordrecht : Foris Publications 1989 - 221 p.
Brentari, Diane: Theoretical foundations of American Sign Language phonology. 1990 - 151 p.: Univ. of Chicago Dissertation (unpubl.)
Liddell, Scott K. / Johnson, Robert E.: American Sign Language: The phonological base. (Originally prepared in 1985). In: Sign Language Studies. 64 18 (1989) - pp. 195-277
Perlmutter, David M.: Sonority and syllable structure in American Sign Language. In: Coulter, Geoffrey R. (ed): Current issues in ASL phonology. (Phonetics and phonology; 3) New York, San Francisco, London : Academic Press (1992) - pp. 227-272
Hulst, Harry van der: Units in the analysis of signs. In: Phonology. 2 10 (1993) - pp. 209-241
Perlmutter, David M.: On the segmental representation of transitional and bidirectional movements in ASL phonology. In: Fischer, Susan D. / Siple, Patricia (eds): Theoretical issues in Sign Language Research. Vol. 1.: Linguistics. Chicago, London : University of Chicago Press (1990) - pp. 67-80
Periodizität: unregelmäßig
07.028
Linguistik
Seminar II
3std.
Siegmund PrillwitzGebärdensprache in Erziehung und Bildung Gehörloser
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Mo 9-12
Im Rahmen dieses Hauptseminars soll die komplexe und interdisziplinäre Thematik des Bilingualismus in Erziehung und Bildung Gehörloser behandelt werden. Dabei steht natürlich die besondere Situation der bilingualen Verbindung von Laut- und Gebärdensprache im Mittelpunkt.
Nach der Klärung des Bilingualismusbegriffes sollen einzelne zentrale Fragen in Form von Referaten behandelt werden. Sie stellen die Grundlage für die jeweilige Diskussion im Plenum dar. Dabei werden wir bei der Aufarbeitung der bisherigen Forschungslage beginnen und daran anschließend spezielle Aspekte des Bilingualismus bei Gehörlosen untersuchen, wie z.B. die Frage des Erwerbs von zwei Sprachen, die kognitiven und lernspezifischen Auswirkungen, die Bedeutung für die Identitätsentwicklung und das soziale Verhalten, die besondere Situation von Kindern gehörloser Eltern, neurolinguistische und pädagogisch-didaktische Aspekte, sowie die Gründe für eine ablehnende Haltung der aural / oralen Gehörlosenpädagogik gegenüber der Einbeziehung von Gebärdensprache.
In der zweiten Hälfte des Seminars steht die Darstellung und Auswertung verschiedener bilingualer Schulversuche in Gehörlosenbereich im Vordergrund. Dabei sollen uns die aus den zuvor bearbeiteten Themen gewonnenen Erkenntnisse eine differenzierte Beurteilung der bisher veröffentlichten bilingualen Projekte ermöglichen.
Referatthemen:
1. Begriffsklärung: Bilingualismus bei Lautsprachen und in Bezug auf Gebärdensprache
2. Bilingualer Spracherwerb hörender Kinder: Zum Forschungsstand
3. Kognitive Aspekte des Bilingualismus
4. Natürlicher Bilingualismus von Laut- und Gebärdensprache bei gehörlosen Kindern gehörloser Eltern
5. Neurolinguistische Aspekte des Bilingualismus von Laut- und Gebärdensprache bei Gehörlosen
6. Bilingualismus Gehörloser aus Sicht der hörgerichteten Früherziehung
7. Zur Ablehnung der Gebärdensprache durch die orale Gehörlosenpädagogik
8. Zum linguistischen und pädagogisch-didaktischen Status der Gebärdensprache
9. Zur kontrastiven Grammatik zwischen Laut- und Gebärdensprache
10. Ergebnisberichte zu bilingualen Schulversuchen in: Schweden, Dänemark, Frankreich, Niederlande, USA, Deutschland u.a.
Die hier vorgeschlagenen Referatthemen können auf Wunsch erweitert und ergänzt werden.
Teilnahmevoraussetzungen:
Abgeschlossenes Grundstudium (Zwischenprüfungsschein), Teilnahme an der Vorbesprechung am Mo 10. Juli um 12.00 Uhr in Raum 222 Binderstraße 24 oder Anmeldung in einer der Feriensprechstunden im Juli (Mo 17.7. oder Mo 24.7. oder Mo 31.7. jeweils 11 Uhr)
Einführende Literatur:
Wisch, F.-H. (1990): Lautsprache und Gebärdensprache - Die Wende zur Zweisprachigkeit (...) Hamburg: Signum
Johnson, R. / Lidell, S. / Erting, C. (1990): Zweisprachigkeit und die …ffnung des Lehrplans. Hamburg: Signum
Mahshie, S.N. (1995): Educating deaf children bilingually. Washington: Gallaudet
Eine ausführliche Literaturliste befindet sich im Ordner zum Hauptseminar Bilingualismus in der Zentrumsbibliothek
07.029
Gehörlosengemeinschaft
Seminar II
3std.
Renate FischerAbbé de l'Epeé und die methodischen Gebärden
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Di 13-16
Abbé de l'Epée (1712-1789) ist insofern "gut bekannt", als man im allgemeinen von ihm weiß, daß er der erste war, der in nennenswertem Umfang für Schulunterricht für Gehörlose sorgte, und daß er im Unterricht Gebärden verwendete. In zugespitzter Form gilt er als der Begründer der französischen Methode und damit als der Gegenspieler Samuel Heinickes (1727-1790), den man als Begründer der "deutschen Methode" ausgibt, welche als gleichbedeutend mit (strengem oder durch LBG gemildertem) Oralismus verstanden wird. Demgegenüber gilt die "französische Methode" als ein Unterrichtsverfahren, das Gebärdensprache zumindest als Unterrichtsmittel zuläßt und sie in gewissem Maß gelegentlich sogar zum Unterrichtsgegenstand macht. Speziell von den Gebärden de l'Epées und/oder seiner Schule wird ferner wiederholt behauptet, man habe "darin" den Ursprung der französischen Gebärdensprache zu sehen.
So weit, so schief.
Ziele dieses Hauptseminars sollen sein:
* die historischen Daten insbesondere de l'Epée betreffend aufzuarbeiten, der eine der Zentralfiguren unter denjenigen Hörenden ist, die in der Geschichte der Gehörlosen und ihrer Gebärdensprachen von Einfluß gewesen sind
* den Status von Gebärden(sprache) in seinem Unterricht zu klären; hierfür ist die detaillierte Auseinandersetzung mit de l'Epées grundsätzlicher Veröffentlichung von 1776 (für die eine deutsche Übersetzung vorliegt) die Grundlage
* die Hintergründe (insbesondere aus Sprach- und Erkenntnisphilosophie) kennenzulernen, die de l'Epée in seinen Auffassungen prägten
* am Beispiel de l'Epées die geschichtliche Gebundenheit von Positionen zu begreifen sowie die Notwendigkeit, für einen tatsächlichen Verstehensversuch über tradierte und oft interessengeleitete Versimpelungen hinauszugelangen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die erfolgreiche Teilnahme an sowohl einem Seminar Ia wie einem Seminar Ib im Bereich "c) Gehörlosengemeinschaften und ihre Geschichte".
Ich bescheinige eine erfolgreiche Teilnahme, wenn zu einem Teilthema des Seminars ein mündliches (Gruppen-) Referat gehalten und dies in einer schriftlichen Hausarbeit ausformuliert wird, für die intern (auf Wunsch auch explizit auf dem Schein) mindestens die Note "ausreichend" vergeben wird.
Basislektüre:
[Epée, C.M. de l'] (1776): Institution des sourds et muets, par la voie des signes méthodiques; Ouvrage qui contient le projet d'une langue universelle, par l'entremise des signes assujettis à une méthode. Paris
deutsche Übersetzung: [Epée, C.M. de l'] (1910): Die Unterweisung der Taubstummen durch die methodischen Zeichen. Ein Werk, das den Entwurf einer Weltsprache vermittelst der in ein System gebrachten natürlichen Zeichen enthält. Aus dem Französischen übersetzt von G. Brand, Taubstummenlehrer. Stade
07.030
Linguistik
Ergänzungsseminar
2std.
Reiner KonradEinführung in computergestützte Transkriptionsverfahren
Philosophenturm (Von-Melle-Park 6), Phil 156
Mi 10-12
Inhalt:
Wer in der Sprachwissenschaft empirisch arbeiten will, sieht sich zunächst vor die mühsame Aufgabe gestellt, das Rohmaterial (Tonband- bzw. Videoaufzeichnungen) aufzubereiten, um es für weitere quantitative und qualitative Analysen zugänglich zu machen. Je nach Analysezweck werden dafür verschiedene Transkriptionsverfahren angewendet. Die formale Beschreibung sprachlicher Daten, zunächst nur als Erinnerungshilfe zur möglichst genauen Reproduktion gedacht, ist dabei keineswegs losgelöst von theoretischen Vorannahmen.
Mithilfe digitalisierter Videoaufzeichnungen kann die Transkription direkt am Computer vorgenommen werden. Die formale Beschreibung kann jederzeit am Originaldokument überprüft und korrigiert werden.
In diesem Seminar sollen anhand einer am Zentrum für DGS durchgeführten empirischen Erhebung im Rahmen des Psychologie-Fachgebärdenlexikons die theoretischen und praktischen Probleme der Transkription von Gebärdensprache deutlich gemacht werden.
Die Teilnehmer sollen dabei selbst am Computer eigene Transkripte anfertigen und sich anhand ausgewählter Texte in die theoretischen Fragestellungen einarbeiten. Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.
Die Arbeitsweise (Plenum / Gruppenarbeit, Diskussion / Referate / praktisches Arbeiten) hängt maßgeblich von der Teilnehmeranzahl (es steht nur eine begrenzte Anzahl von Computerarbeitsplätzen zur Verfügung) und der aktiven Teilnahme ab.
Voraussetzungen:
Wünschenswert, jedoch nicht erforderlich, sind Grundkenntnisse in Macintosh-Textverarbeitungstechniken. Kenntnisse in HamNoSys sind vorteilhaft.
Periodizität dieses Seminars:
voraussichtlich alle 2-3 Semester mit leicht verschiedenen Schwerpunkten.
07.031
Linguistik/Gehörlosengemeinschaft
Ergänzungsseminar
1std.
Renate FischerÜbungen zum wissenschaftlichen Arbeiten
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Blocktermine Di 16.30-18.00 14tägl.
Dieses Seminar ist insbesondere für StudienanfängerInnen gedacht. Es bezieht sich auf verschiedene grundsätzliche Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens von Studierenden.
Thematische "Grundlinie" sind die einzelnen Phasen einer Referatserarbeitung: angefangen vom Auffinden einschlägiger Fachliteratur über Themeneingrenzung und Gliederung bis hin zu Formalia der schriftlichen Fassung des Referats (Zitierweisen, Literaturangaben ...).
Nach dem Seminarabschnitt zu Techniken des Bibliographierens (= Zusammentragung einschlägiger Fachliteratur) werden eine oder (bei Bedarf) zwei Sitzungen zusammen mit unserem Zentrumsbibliothekar Guido Joachim an Computern durchgeführt, um so eine Einübung in die Benutzung der Fachliteratur-Datei der Zentrumsbibliothek zu erreichen.
07.032
Linguistik
Kolloquium
1std.
Renate Fischer, Thomas HankeGebärdensprachlinguistisches Kolloquium
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
Fr 15-17 14tägl.
In diesem Kolloquium soll die Möglichkeit bestehen, daß ZentrumsmitarbeiterInnen und Studierende sich miteinander über eine "bunte Mischung" von Themen mit Bezug zur Gebärdensprachlinguistik resp. zu unserem Studiengang Gebärdensprachen austauschen.
Wir werden außerdem zwei auswärtige Gäste begrüßen können, die sich beide zu unterschiedlichen Aspekten des Problemkreises "Verschriftlichung" äußern werden. Die übrigen Sitzungen werden thematisch von ZentrumsmitarbeiterInnen bestritten - wir meinen nämlich, daß das die Möglichkeit bietet, verschiedene gebärdensprachbezogene Arbeitsgebiete innerhalb unseres Hauses für alle zugänglicher zu machen.
Es besteht bei diesem Kolloquium die Möglichkeit, wahlweise an der ganzen Veranstaltung oder an Einzelterminen teilzunehmen. Wir werden nach Möglichkeit jede Sitzung mit einem Abstract gesondert ankündigen.
3.11.: Renate Dorn und Thomas Hanke:
HamNoSys 3 mit Anwendungsperspektiven
17.11.: PD Dr. S. Kowal:
Transkribieren (Thema wird noch präzisiert)
1.12.: PD Dr. P. Stein:
Überlegungen zu den Problemen der Verschriftlichung ungeschriebener Sprachen, am Beispiel der schriftlichen Überlieferung kreolischer Texte aus dem 18. Jahrhundert
15.12.: Dr. Tomas Vollhaber und Karin Wempe:
Gebärdensprachlinguistische Publikationen und Berufsperspektiven in diesem Bereich
Weihnachtsferien
12.1.: Ilona Hofmann, Alexander von Meyenn, Arvid Schwarz und Heiko Zienert:
Erfahrungen aus den bisherigen DGS-Kursen
19.1.: Simon Kollien und Reiner Konrad:
Empirische Arbeiten in der Fachgebärdenlexikographie am Beispiel des PsychLex
2.2.: Prof. Dr. Rolf Schulmeister:
Erledigtes, Unerledigtes - Erwartungen an den Computereinsatz in der Gebärdensprachforschung und -lehre
Das Kolloquium wird im SoSe 96 mit einer weiteren Vortragsfolge fortgesetzt.
07.033
Linguistik/Gehörlosengemeinschaft
Ergänzungsseminar
2std.
Katharina v. FintelÜbungen zum Computereinsatz i. d. Gebärdensprachforschung für Fortgeschrittene
Philosophenturm (Von-Melle-Park 6), Phil 156
Di 8.15-9.45
Inhalt: In diesem Seminar werden mehrere Kurzeinführungen in die Computerprogramme vorgenommen, die am Zentrum regelmäßigen Einsatz finden. (Z.B. RagTime, FileMaker, etc.)
Teilnehmerbeschränkung !
An diesem Seminar können max. 20 Studierende teilnehmen. Interessierte melden sich ab September in meiner Sprechstunde.
Voraussetzungen: - gute Gebärdensprachkenntnisse, die Veranstaltung wird in DGS abgehalten und nicht gedolmetscht!
- grundlegende Kenntnisse im Umgang mit dem Mac-OS
07.034
Linguistik
Projektseminar
4std.
Siegmund Prillwitz, Heiko ZienertMultimediale Entwicklung eines DGS-Grundkurses (Fortsetzung)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34),
vgl. Aushang
Dieses Projektseminar begann SS 93 und befaßt sich mit der praktischen Entwicklung eines umfassenden DGS-Grundkurses in Buch- und Videoform auf der Grundlage des sg. VISTA-Kurses zur Amerikanischen Gebärdensprache.
Die Produktionsgruppe besteht in erster Linie aus gehörlosen Fachleuten und KursleiterInnen des Zentrums. Eine Teilnahme an diesem Forschungsprojekt ist nur nach vorheriger Absprache mit dem Seminarleiter möglich. Dabei werden neben einer umfassenden DGS-Kompetenz gebärdensprachdidaktische Erfahrungen vorausgesetzt.
07.035
Linguistik
Examenskolloquium
2std.
Siegmund Prillwitz, Klaus-B. GüntherGebärdensprachliche Kommunikation gehörloser Kinder - Videoauswertung zum bilingualen Schulversuch (Forts.)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
vgl. Aushang
Dieses Examenskollogium will sich über einen längeren Zeitraum mit der Auswertung der im bilingualen Schulversuch der Hamburger Gehörlosenschule erstellten Gebärdensprachvideos befassen.
Dabei steht die Dokumentation, Transkription und themenspezifischen Auswertung von Videoaufnahmen zur gebärdensprachlichen Kommunikation der gehörlosen Kinder wie der Unterrichtsinteraktion mittels DGS und LBG im Vordergrund.
Das Seminar ist im SS 95 als Einstiegsmöglichkeit für interessierte Studierende der Studiengänge Gehörlosenpädagogik (Fachbereich Erziehungswissenschaften) sowie Gebärdensprachen und Gehlörlosenkultur (Fachbereich Sprachwissenschaften) gedacht, die in diesen Fächern eventuell ihre Examens- bzw. Magisterarbeit anfertigen wollen.
Das Seminar soll in den Folgesemestern weitergeführt werden und somit eine über mehrere Semester gehende Betreuung der Examensarbeiten sicherstellen.
Die Durchführung des Seminars, das in mehreren Blocksitzungen stattfinden wird, wird in fächerübergreifender Kooperation zwischen Pädagogik (Prof. Günther) und Sprachwissenschaft (Prof. Prillwitz) durchgeführt und steht in engem Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zum Hamburger bilingualen Schulversuch.
07.038
Sprachpraxis
Seminar II
4std.
Arvid SchwarzNorddeutsche Redewendungen II
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Di 14-16 + 2 St. n.V.
Dieses Seminar ist eine Fortsetzung von "Norddeutsche Redewendungen I" aus dem Sommersemester. Ziel ist es, anhand einiger ausgewählter Beispiele Norddeutsche Redewendungen, bzw. "Spezialgebärden" kennen und anwenden zu lernen. Desweiteren werden Vergleiche zur Deutschen Lautsprache und zu den Süddeutschen Redewendungen (Spezialgebärden) angestellt.
Literatur:
Duden: Wörterbuch der Synonyme
Mally: Süddeutsche Redewendungen
07.039
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Heiko Zienert, Simon Kollien, Arvid SchwarzDGS-Kompaktkurs Grundstufe (Gruppe 1)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
MoMi 12-14, Do 8-10
In den hier angebotenen DGS-Kursen wird die Gebärdensprache der Gehörlosen mit ihrem eigenständigen Lexikon, ihrer besonderen Struktur und Grammatik gelehrt. Die Kurse wenden sich primär an Studierende des Studienganges Gebärdensprachen, aber auch an Studenten der übrigen Fachbereiche. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen beschränkt. Die Kurse sind nur nach Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums zu besuchen (Tel. 41 23 32 40). Es werden jedes Semester insgesamt 3 aufeinander aufbauende Kurse angeboten, die von gehörlosen DozentInnen aus dem Zentrum für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser durchgeführt werden. Jeder dieser Kurse (Grundstufe, Aufbaustufe I, Aufbaustufe II) umfaßt 6 Stunden pro Woche und für jedes Kursniveau werden zwei Gruppen eingerichtet.
Grundstufe:
Dieser Kurs wendet sich an alle, die noch über wenig oder keine Vorkenntnisse in der DGS verfügen. Es sollen am Anfang über spezielle Übungen und kommunikative Aufgaben die verschiedenen Möglichkeiten nonverbaler Verständigung erprobt und bewußt gemacht werden. Dabei können insbesondere die hörenden TeilnehmerInnen ihre körperlichen, gestischen und mimischen Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und weiterentwickeln.
Es werden zum einen die für die DGS wichtigen "Sprechorgane" (Hände, Gesicht, Körper) gezielt geübt, zum anderen wesentliche Grundlagen der DGS bewußt gemacht und systematisch ausgebaut. Desweiteren bietet dieser Kurs einen relativ lustvollen Einstieg in den völlig anderen Sprachtypus Gebärdensprache.
Nach diesem Einstieg in Nonverbale Kommunikation wird zu den wichtigsten Grundlagen der Deutschen Gebärdensprache übergegangen. Dabei steht der Aufbau eines Grundgebärdenschatzes im Vordergrund (z.B. Zeit-, Zahl- und Farbgebärden). Zugleich sollen aber auch die Wesensmerkmale der DGS-Grammatik (z.B. Richtungsgebärden für Verben, Übungen mit einfacher Satzmimik und Kennenlernen der Regeln des Gebärdenraumes) verdeutlicht und das Gebärdengespräch geübt werden. Im letzten Drittel des Kurses stehen gebärdensprachliche Redewendungen (Idiome) im Mittelpunkt.
Zum praktischen Erlernen der Gebärdensprache wird während der Kurse auf die Verwendung von gesprochener Sprache verzichtet. Darüber hinaus werden kleine Gesprächsgruppen gebildet, in denen die jeweils zu behandelnden Gebärden und Grammatikaspekte geübt werden. Desweiteren werden schriftliche, graphische und Video-Materialien eingesetzt.
Dieser Kurs muß erfolgreich bestanden werden, um die Aufbaustufe I besuchen zu können.
07.040
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Arvid Schwarz, Simon Kollien, Ilona HofmannDGS-Kompaktkurs Grundstufe (Gruppe 2)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 3
MoMi 14-16, Do 10-12
In den hier angebotenen DGS-Kursen wird die Gebärdensprache der Gehörlosen mit ihrem eigenständigen Lexikon, ihrer besonderen Struktur und Grammatik gelehrt. Die Kurse wenden sich primär an Studierende des Studienganges Gebärdensprachen, aber auch an Studenten der übrigen Fachbereiche. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen beschränkt. Die Kurse sind nur nach Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums zu besuchen (Tel. 41 23 32 40). Es werden jedes Semester insgesamt 3 aufeinander aufbauende Kurse angeboten, die von gehörlosen DozentInnen aus dem Zentrum für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser durchgeführt werden. Jeder dieser Kurse (Grundstufe, Aufbaustufe I, Aufbaustufe II) umfaßt 6 Stunden pro Woche und für jedes Kursniveau werden zwei Gruppen eingerichtet.
Grundstufe:
Dieser Kurs wendet sich an alle, die noch über wenig oder keine Vorkenntnisse in der DGS verfügen. Es sollen am Anfang über spezielle Übungen und kommunikative Aufgaben die verschiedenen Möglichkeiten nonverbaler Verständigung erprobt und bewußt gemacht werden. Dabei können insbesondere die hörenden TeilnehmerInnen ihre körperlichen, gestischen und mimischen Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und weiterentwickeln.
Es werden zum einen die für die DGS wichtigen "Sprechorgane" (Hände, Gesicht, Körper) gezielt geübt, zum anderen wesentliche Grundlagen der DGS bewußt gemacht und systematisch ausgebaut. Desweiteren bietet dieser Kurs einen relativ lustvollen Einstieg in den völlig anderen Sprachtypus Gebärdensprache.
Nach diesem Einstieg in Nonverbale Kommunikation wird zu den wichtigsten Grundlagen der Deutschen Gebärdensprache übergegangen. Dabei steht der Aufbau eines Grundgebärdenschatzes im Vordergrund (z.B. Zeit-, Zahl- und Farbgebärden). Zugleich sollen aber auch die Wesensmerkmale der DGS-Grammatik (z.B. Richtungsgebärden für Verben, Übungen mit einfacher Satzmimik und Kennenlernen der Regeln des Gebärdenraumes) verdeutlicht und das Gebärdengespräch geübt werden. Im letzten Drittel des Kurses stehen gebärdensprachliche Redewendungen (Idiome) im Mittelpunkt.
Zum praktischen Erlernen der Gebärdensprache wird während der Kurse auf die Verwendung von gesprochener Sprache verzichtet. Darüber hinaus werden kleine Gesprächsgruppen gebildet, in denen die jeweils zu behandelnden Gebärden und Grammatikaspekte geübt werden. Desweiteren werden schriftliche, graphische und Video-Materialien eingesetzt.
Dieser Kurs muß erfolgreich bestanden werden, um die Aufbaustufe I besuchen zu können.
07.041
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Alexander von Meyenn, Simon KollienDGS-Kompaktkurs Aufbaustufe I (Gruppe 1)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 2/Bi 3
MoMi 16-18, Do 12-14
Dieser DGS-Kurs wendet sich an Fortgeschrittene, die über gute Kenntnisse in der DGS verfügen. Teilnahmevoraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme am Gebärdenkurs Grundstufe oder in Einzelfällen entsprechende Vorkenntnisse.
Aufbauend auf die Vorkenntnisse sollen spezielle Aspekte der DGS-Grammatik erarbeitet werden. Einen Schwerpunkt bilden die Bereiche Inkorporation, Simultanität in DGS sowie grammatische Beschreibungen mit Zweihandgebärden. Im weiteren Verlauf wird auf das Prinzip der Klassifikatoren (Handformstellvertreter) in Gebärdensprachen eingegangen. Die in der Grundstufe erarbeiteten Grundlagen zu den Regeln des Zeitgebärdens, sowie Raumbeschreibungen in DGS sollen vertieft werden. Die DGS-Produktion wird anhand von Bildergeschichten verschiedener Formen, deren Inhalt als Gesamtgeschichte wiedergegeben werden wird, intensiv geübt. Desweiteren beinhaltet die Aufbaustufe I eine Einführung in Dialogsübungen in DGS.
€hnlich wie in der Grundstufe wird zum praktischen Erlernen der Gebärdensprache während des Kurses auf die Verwendung von gesprochener Sprache verzichtet. Darüber hinaus werden kleine Gesprächsgruppen gebildet, in denen die jeweils zu behandelnden Gebärden und Grammatikaspekte geübt werden. Als Lehrmittel wird schriftliches, graphisches und Video-Material eingesetzt.
Eine erfolgreich Teilnahme dieses Kurses ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Aufbaustufe II.
Um Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums (Tel: 4123 3240) wird gebeten.
07.042
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Alexander von Meyenn, Heiko ZienertDGS-Kompaktkurs Aufbaustufe I (Gruppe 2)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 2/Bi 3
MoMi 12-14, Do 8-10
Dieser DGS-Kurs wendet sich an Fortgeschrittene, die über gute Kenntnisse in der DGS verfügen. Teilnahmevoraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme am Gebärdenkurs Grundstufe oder in Einzelfällen entsprechende Vorkenntnisse.
Aufbauend auf die Vorkenntnisse sollen spezielle Aspekte der DGS-Grammatik erarbeitet werden. Einen Schwerpunkt bilden die Bereiche Inkorporation, Simultanität in DGS sowie grammatische Beschreibungen mit Zweihandgebärden. Im weiteren Verlauf wird auf das Prinzip der Klassifikatoren (Handformstellvertreter) in Gebärdensprachen eingegangen. Die in der Grundstufe erarbeiteten Grundlagen zu den Regeln des Zeitgebärdens, sowie Raumbeschreibungen in DGS sollen vertieft werden. Die DGS-Produktion wird anhand von Bildergeschichten verschiedener Formen, deren Inhalt als Gesamtgeschichte wiedergegeben werden wird, intensiv geübt. Desweiteren beinhaltet die Aufbaustufe I eine Einführung in Dialogsübungen in DGS.
€hnlich wie in der Grundstufe wird zum praktischen Erlernen der Gebärdensprache während des Kurses auf die Verwendung von gesprochener Sprache verzichtet. Darüber hinaus werden kleine Gesprächsgruppen gebildet, in denen die jeweils zu behandelnden Gebärden und Grammatikaspekte geübt werden. Als Lehrmittel wird schriftliches, graphisches und Video-Material eingesetzt.
Eine erfolgreich Teilnahme dieses Kurses ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Aufbaustufe II.
Um Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums (Tel: 4123 3240) wird gebeten.
07.043
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Alexander von Meyenn, Simon KollienDGS-Kompaktkurs Aufbaustufe II (Gruppe 1)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 2
MoMi 14-16, Do 10-12
Im Mittelpunkt dieses Kurses steht der Gebärdendiskurs. In spezifischen Gesprächssituationen wird die praktische Handhabung der Deutschen Gebärdensprache und ihrer Dialektvariationen geübt. Dabei wird besonderes Gewicht auf idiomatische Redewendungen gelegt.
Desweiteren umfaßt der Kurs Übung der Bedeutung von direkten und indirekten €ußerungen in Gebärdensprache, insbesondere der Regeln des "Rollenwechsels". Anhand von Videomaterialien wird die Grammatik der DGS vertieft. Inhalte der Videomaterialien sind zum Beispiel Stadtführungen und Werbungen in Gebärdensprache.
Der Unterricht der Aufbaustufe II wird sich in Form von Feldübungen zum Teil auch nach außen verlagern, d. h. es werden Spaziergänge in näherer Umgebung und Besichtigungen von verschiedenen Museen (natürlich in DGS) unternommen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vertiefung der spontanen Kommunikation um am Ende der Gebärdenkurse eine ausreichende Kompetenz zur gebärdensprachlichen Kommunikation mit Gehörlosen zu erreichen.
Auch in diesem Kurs ist die Unterrichtssprache ausschließlich Gebärdensprache. Es wird viel in Kleingruppen gearbeitet, um die jeweiligen Themen intensiv üben zu können. Als Lehrmittel wird schriftiches, graphisches und Video-Material eingesetzt.
Die erfolgreiche Teilnahme an der Aufbaustufe II ist Voraussetzung für die Teilnahme an den übrigen Seminaren der Fachrichtung Sprachpraxis, deren Unterrichtsinhalte Gebärdensprachen (Dialektvarianten oder ausländische Gebärdensprachen) sind.
Um Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums (Tel: 4123 3240) wird gebeten.
07.044
Sprachpraxis
Seminar I
6std.
Heiko Zienert, Simon KollienDGS-Kompaktkurs Aufbaustufe II (Gruppe 2)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 2
MoMi 16-18, Do 12-14
Im Mittelpunkt dieses Kurses steht der Gebärdendiskurs. In spezifischen Gesprächssituationen wird die praktische Handhabung der Deutschen Gebärdensprache und ihrer Dialektvariationen geübt. Dabei wird besonderes Gewicht auf idiomatische Redewendungen gelegt.
Desweiteren umfaßt der Kurs Übung der Bedeutung von direkten und indirekten €ußerungen in Gebärdensprache, insbesondere der Regeln des "Rollenwechsels". Anhand von Videomaterialien wird die Grammatik der DGS vertieft. Inhalte der Videomaterialien sind zum Beispiel Stadtführungen und Werbungen in Gebärdensprache.
Der Unterricht der Aufbaustufe II wird sich in Form von Feldübungen zum Teil auch nach außen verlagern, d. h. es werden Spaziergänge in näherer Umgebung und Besichtigungen von verschiedenen Museen (natürlich in DGS) unternommen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vertiefung der spontanen Kommunikation um am Ende der Gebärdenkurse eine ausreichende Kompetenz zur gebärdensprachlichen Kommunikation mit Gehörlosen zu erreichen.
Auch in diesem Kurs ist die Unterrichtssprache ausschließlich Gebärdensprache. Es wird viel in Kleingruppen gearbeitet, um die jeweiligen Themen intensiv üben zu können. Als Lehrmittel wird schriftiches, graphisches und Video-Material eingesetzt.
Die erfolgreiche Teilnahme an der Aufbaustufe II ist Voraussetzung für die Teilnahme an den übrigen Seminaren der Fachrichtung Sprachpraxis, deren Unterrichtsinhalte Gebärdensprachen (Dialektvarianten oder ausländische Gebärdensprachen) sind.
Um Voranmeldung im Sekretariat des Zentrums (Tel: 4123 3240) wird gebeten.
07.045
Sprachpraxis
Seminar II
4std.
Stefan GoldschmidtEinführung in die Amerikanische Gebärdensprache II (A.S.L)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Di 11-13 Do 11-13
Dieses Seminar befaßt sich mit der Fortsetzung in die Amerikanische gebärdensprache. Diesmal wird auch weiterhin den amerikanischen Sprachbegriff, Vokabeln und das Umfeld der amerikanischen Gebärdensprachgemeinschaft befördert. Diesmal wird mehr mit den Videomaterials benutzt, um den Einblick in den amerikanischen Kulturleben und Sozialleben der Gehörlosen zu gewinnen.
Voraussetzung:
Teilnahmeabschluß von ASL I
Leistungsnachweis:
regelmäßige Teilnahme
07.046
Sprachpraxis
Ergänzungsseminar
1std.
Renate DornFingeralphabetkurs A
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Di 10-11
Das Fingeralphabet ist ein fester Bestandteil der DGS (z.B. um Namen mitzuteilen). Da von den KursleiterInnen der DGS-Kurse immer wieder Mängel in diesem Bereich festgestellt wurden, soll erneut ein Kurs angeboten werden, in dem spezielle Übungen zur Aufnahme und Wiedergabe des Fingeralphabetes durchgeführt werden. Nach einer geschichtlichen Einführung in die Entwicklung des deutschen Fingeralphabetes werden in Einzel- und Partnerarbeit praktische Übungen durchgeführt. Im Anschluß daran sollen die TeinehmerInnen andere nationale Fingeralphabete kennelernen, wie z.B. das schwedische, französische, spanische, etc.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an StudentInnen des (Haupt-/Neben-)Faches Gebärdensprache.
Literatur:
Schmidt, Susanne: Videokurs Fingeralphabet;Signum Verlag
Carmel, SimonJ.: International Hand Alphabet Charts; Eigenverlag
07.047
Sprachpraxis
Ergänzungsseminar
1std.
Renate DornFingeralphabetkurs B
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Mi 10-11
Das Fingeralphabet ist ein fester Bestandteil der DGS (z.B. um Namen mitzuteilen). Da von den KursleiterInnen der DGS-Kurse immer wieder Mängel in diesem Bereich festgestellt wurden, soll erneut ein Kurs angeboten werden, in dem spezielle Übungen zur Aufnahme und Wiedergabe des Fingeralphabetes durchgeführt werden. Nach einer geschichtlichen Einführung in die Entwicklung des deutschen Fingeralphabetes werden in Einzel- und Partnerarbeit praktische Übungen durchgeführt. Im Anschluß daran sollen die TeinehmerInnen andere nationale Fingeralphabete kennelernen, wie z.B. das schwedische, französische, spanische, etc.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an StudentInnen des (Haupt-/Neben-)Faches Gebärdensprache.
Literatur:
Schmidt, Susanne: Videokurs Fingeralphabet;Signum Verlag
Carmel, SimonJ.: International Hand Alphabet Charts; Eigenverlag
07.048
Sprachpraxis
Ergänzungsseminar
4std.
Ilona HofmannKonversationskurs DGS
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Mo 12-14
07.049
Sprachpraxis
Ergänzungsseminar
4std.
N.N.Konversationskurs DGS
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Bi 204
Mi 12-14
07.050
Dolmetschen
Seminar Ia
2std.
Barbara TorweggeDolmetschtechnik
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 45
Di 13.15-14.45
Schwerpunkte: Lormen, "Oraldolmetschen" und LBG
Inhalte: Erlernen des Lorm-Alphabetes, praktische Übungen zum Lormen (Produktion und Aufnahme) und zum "Oraldolmetschen" (deutliches Mitsprechen) in beiden Richtungen.
07.051
Dolmetschen
Seminar Ia
2std.
Katharina v. FintelSachgebiet Informatik I
Philosophenturm (Von-Melle-Park 6), Phil 156
Di 15.00-16.30
Inhalt: Im Rahmen dieses Seminares erarbeiten sich die Studierenden anhand verschiedener Computerprogramme grundlegende Vokabelbereiche. Im weiteren werden basale Kenntnisse im Umgang mit Computern vermittelt.
Leistungsanforderungen: regelmäßige Teilnahme, Referat und schriftliche Ausarbeitung
Vorbereitungsmöglichkeit: - keine -
07.052
Dolmetschen
Seminar Ia
2std.
Andrea SchulzSachgebiet Medizin I
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 02
Mo 15.00-16.30
Dieses Seminar gilt als Vorbereitung begleitenden Dolmetschens während einer Schwangerschaft. Gynäkologische Untersuchungen, Schwangerschaftsgymnastik, Mutterpaß, Kreißsaalbesichtigung sowie das Thema Geburt werden terminologisch und soweit es erforderlich ist auch unter anderen für das Dolmetschen wichtigen Aspekten bearbeitet.
07.053
Dolmetschen
Seminar II
2std.
Simone FlessaDolmetschtechnik: Konsekutivdolmetschen / Notizentechnik II
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 02
Di 10.45-12.15
Achtung: Seminarthematik: Dolmetschen für besondere Gruppen
Hier geht es um Möglichkeiten der Verständigung mit einer ganz besonderen Klientel. Hierunter fallen Kinder, die oft noch nicht über die Sprachstrukturen Erwachsener verfügen, ältere Menschen, die oft ganz anders gebärden als heute "üblich", Ausländer mit Gebärdenfremdsprachen, Gehörlose mit minimalen sprachlichen Fähigkeiten usw.
07.054
Dolmetschen
Seminar II
10std.
Simone Flessa, Andrea Schulz, Barbara TorweggeDolmetschtechnik: Simultandolmetschen III
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 02
Mi 13.15-16.30 Do 10.45-12.15 u. 15.00-16.30 Fr 9.00-10.30
Das Seminar wird von den drei VeranstalterInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt:
1) Andrea Schulz
Nach einer kurzen Einführung in die Theorie des Simultandolmetschens werden systematisch Arbeitsstrategien zum Training der eigenen Fähigkeiten erarbeitet. Dabei wird auf bereits erworbene Fähigkeiten in den letzten Seminaren aufgebaut. (AS)
2) Simone Flessa
a) Sitzungstermine: Mittwoch 15.00-16.30
Erste Übungen im Simultandolmetschen von Vorträgen und freien Reden von Lautsprache in DGS. Geschwindigkeitstraining und Vokabelerweiterung, sowie Auswahl von Formulierungen (Register), wie auch Übungen zum flüssigen Gebärden und zur "Attraktivität" der eigenen Gebärdenproduktion stehen im Mittelpunkt.
b) Sitzungstermine: Donnerstag 15.00-16.30
Übungen zum Dolmetschen von Vorträgen und freien Reden von DGS in Lautsprache. Wir setzen uns auseinander mit der Übersetzung unterschiedlichster sprachlicher Vorgaben. Dabei achten wir insbesondere auf die Übersetzung parasprachlicher Mittel und angemessener Formulierung in der deutschen Lautsprache
c) Sitzungstermine: Freitag 9.00 - 10.30
Auchtung: Dieser Seminarteil findet kompakt an zwei Wochenenden statt.
An diesen Wochenenden und den Terminen nach Vereinbarung, werden erste "live" Dolmetscherfahrungen gesammelt, bzw. Einsätze simuliert, die eine längere Vorbereitungs- oder Dolmetschzeit erfordern und von daher sinnvoll nur ganztägig durchzuführen sind
07.055
Dolmetschen
Seminar II
2std.
Barbara TorweggeDolmetschtechnik: Lautsprachbegleitendes Gebärden (LBG) I
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 02
Di 9.00-10.30
Inhalt: Information über die Benutzergruppen, praktische Übungen zum Visualisieren lautsprachlicher Texte sowie zum Verstehen und zur lautsprachlichen Wiedergabe stimmlos mit LBG gesprochener Texte (Videos).
07.056
Dolmetschen
Seminar II
2std.
Andrea SchulzTheorie des Dolmetschens III (Translationstheorien)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 03
Mo 13.15-14.45
Dieses Seminar bildet den vorläufigen Abschluß der Reihe Theorie des Dolmetschens. Inhaltlicher Schwerpunkt werden Translationstheorien sein. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Erarbeitung des Dolmetschprozesses gelegt.
07.057
Dolmetschen
Seminar II
2std.
Barbara TorweggeSachgebiet Verwaltung II
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 03
Do 13.15-14.45
Steuern und Versicherungen
Literatur:
M.Hofmann: Existenzgründung. Heidelberg: Hüthig Verlagsgesellschaft
G. Schaub: Ich mache mich selbständig. Beck Rechtsberater im dtv
07.058
Rhetorik/Sprechtechnik
Seminar Ib
2std.
Simone Flessa, Arvid SchwarzGebärdentechnik II (Spezialgebärden)
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 03
Mo 9.00-10.30
Die Spezialgebärden, die in den vergangenen Semestern erlernt wurden, sollen nun in Gesprächen und Diskussionen zur Anwendung kommen. Dazu möchten wir Gehörlose einladen um mit ihnen zu reden und diese Gespräche anschließend auswerten. Ziel ist, sich u.a. auch mit unterschiedlichsten Ausdrucksweisen zukünftiger KlientInnen vertraut zu werden
07.059
Rhetorik/Sprechtechnik
Seminar II
4std.
Andrea Schulz, Heiko ZienertGebärdentechnik III
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 02
Mo 10.45-12.15 Do 9.00-10.30
Der Inhalt dieses Seminars richtet sich nach den aktuellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen. Bearbeitet werden die Bereiche Mimik, Lokalität, Zweihandgebärdenkomplexe und syntaktische Variationsmöglichkeiten in der Deutschen Gebärdensprache, sowie Übersetzungsvorschläge dieser Phänomene in kontrastiver Betrachtung.
07.060
Soziologie
Seminar Ib
4std.
Katharina v. FintelSoziologie III
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 03
Mi 8.00-10.00 2Std. n.V.
Inhalt: Im Rahmen dieses Seminares werden einige Randgruppen bzw. Minderheiten der Gebärdensprachgemeinschaft exemplarisch vorgestellt. Geplant sind folgende Schwerpunkte: Alte Gehörlose, schwule und lesbische Gehörlose, psychisch Kranke, mehrfach Behinderte, ausländische Gehörlose sowie konfessionelle Gruppen. Je nach Teilnehmerinteresse können auch weitere Gruppen in die Betrachtung einbezogen werden. Ziel des Seminares ist, das Zusammenwirken von Minorität und Majorität auf der einen Seite sowie Minderheiten und Randgruppen innerhalb einer Minderheit auf der anderen Seite zu erfassen.
Leistungsanforderungen: regelmäßige Teilnahme, Referat und schriftliche Ausarbeitung
Voraussetzungen: Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung zur Soziologie der Gebärdensprachgemeinschaft
Vorbereitungsmöglichkeit: Literaturliste kann ab September im Geschäftszimmer abgeholt werden.
07.061
Soziologie
Ergänzungsseminar
2std.
Katharina v. FintelÜbungen zur empirischen Sozialforschung für ExamenskandidatInnen
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Rothenbaumchaussee 45), Ro 03
Mi 10.15-11.45 + 2st. n.V.
Inhalt: Empirische Sozialforschung im Forschungsgebiet Gebärdensprachgemeinschaft zeigt oft ein methodisches Defizit. Standardverfahren und -methoden der Datenerhebung sind allzuoft unbekannt bzw. werden nicht, unvollständig oder falsch der jeweiligen Problemstellung angepaßt.
Dieses Seminar richtet sich an Studierende in höheren Semestern, die eine empirische Arbeit planen. Ausgehend von den möglichen Examensthemen werden wir die zugrundeliegenden Standardverfahren und -methoden erarbeiten und anschließend an die konkrete Problemstellung anpassen. Die zu benutzenden statistischen Verfahren werden angesprochen, sind aber nicht Inhalt des Seminars.
Teilnehmern ohne grundlegende Kenntnisse der Statistik wird dringend empfohlen, parallel zu dieser Veranstaltung die einführende Statistikvorlesung des FB 16 oder FB 05 zu besuchen!
Leistungsanforderungen: regelmäßige Teilnahme, Referat und schriftliche Ausarbeitung
Voraussetzungen: - keine -
Vorbereitungsmöglichkeit: Literaturliste kann ab September im Geschäftszimmer abgeholt werden.
00.046
Linguistik
Ergänzungsseminar
2std.
Rolf SchulmeisterComputereinsatz in der Gebärdensprachforschung für AnfängerInnen
Philosophenturm (Von-Melle-Park 6), Phil 156
vgl. Aushang
Einführung in die Benutzung von Computern für das Studium für AnfängerInnen. Der Kurs dient als Vorbereitung für die eigene Arbeit mit dem Computer und die Benutzung der vom Zentrum entwickelten Lernprogramme. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Der Kurs bietet eine allgemeine Einweisung in den Umgang mit dem Computer (sichern, kopieren, drucken, Ordner einrichten, CD ROM-Laufwerke anschließen usw.), eine Einführung in Grundlagen der Textverarbeitung (mit Microsoft Word) und der Datenverarbeitung (Literaturverwaltung und Vokabelhefte anlegen mit FileMaker Pro). Behandelt werden ferner die vom Zentrum für Gebärdensprache entwickelten Lehr- und Lernprogramme, z.B. das Fingeralphabet-Übungsprogramm, der HamNoSys-Editor zum Erlernen der Transkription mit HamNoSys und das "Lexikon für Computerbegriffe mit Gebärden". Sofern die Zeit reicht, kann eine Einführung in RagTime (Layout, Rechenblätter) angeschlossen werden.
Der Kurs findet in Blockform statt, die genauen Zeiten werden noch bekannt gegeben.