MA (b) Gebärdensprachlinguistik / Ergänzungsseminar
Dipl.(f) Gebärdensprachlinguistik / Ergänzungsseminar
Karin Wempe
Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr.
34, Rm 3)
2std. , Do 15-17
• Augen zu und durch (frei nach dem Motto: „Der Tag der Abschlussprüfung
ist fern …“ dieser Weg ist garantiert mit sehr viel Frust verbunden);
• ein schlaues Buch (vielleicht sogar zwei!) in die Hand zu nehmen;
• ein Seminar wie dasjenige zu besuchen, von dem hier die Rede ist
(sich gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter ein Thema zu erarbeiten,
kann mitunter mehr Spaß machen, als zu Hause isoliert am Schreibtisch
zu sitzen bei dieser Gelegenheit sei allen Interessierten versprochen:
Keine Frage zum Thema ‚Wissenschaftliches Arbeiten‘ ist zu blöd, um
nicht im Rahmen dieses Seminars gestellt und hoffentlich auch beantwortet
zu werden).
Wichtig ist mir, dass sich nicht nur Studierende im Grundstudium angesprochen
fühlen, die mitunter hilflos vor der Aufgabe stehen, zum ersten Mal
eine schriftliche Arbeit anfertigen zu müssen, sondern auch Studentinnen
und Studenten, die bereits im Hauptstudium sind, sich aber noch nicht fit
genug fühlen, ein Examenskolloquium zu besuchen.
Ebenso wichtig ist es mir, vor überhöhten Erwartungen
zu warnen: Dieses Seminar kann und wird den Studierenden den Hauptanteil
wissenschaftlichen Arbeitens nicht abnehmen, nämlich sich im Rahmen
sonstiger Seminare (während vieler mühseliger Stunden) Texte
zu erlesen, sich mit diesen kritisch auseinanderzusetzen und die Ergebnisse
einer solchen Auseinandersetzung zu Papier zu bringen. Mit anderen Worten:
Schreiben müssen Sie Ihre Arbeiten selbst!
Stattdessen wird es im Rahmen des Seminars um folgende Bausteine eines
jeden ‚wissenschaftlichen Projekts‘ gehen:
• Themenfindung/-reflexion;
• Zeitplanung;
• Materialsuche;
• Materialauswertung;
• Materialdarstellung (vom Manuskript zum Typoskript).
Anhand dieser Bausteine soll versucht werden, dem ‚Gewusst wie‘ folgender Tätigkeiten auf die Spur zu kommen:
• Literaturrecherche (anhand von Nachschlagewerken, Bibliothekskatalogen,
Bibliographien usw.);
• Bibliographieren;
• Exzerpieren von Texten;
• Erstellen einer (vorläufigen) Gliederung;
• Erstellen von Karteien;
• ‚wissenschaftliches Schreiben‘ (Stolpersteine und Stilfragen);
• Zitieren;
• Erstellen eines Literaturverzeichnisses;
• Erstellen eines Typoskripts verbunden mit allen diesbezüglichen
Segnungen und Flüchen des Computerzeitalters (bei dieser Gelegenheit
der unten angeführte M.R. Theisen im O-Ton : „Denn undurchdachtes
Loslegen führt zu Ergebnissen, die Erfahrene als ‚3 M-Drucksachen‘
bezeichnen: Murks, Mist und Makulatur“ (S. 33).
Dies alles sind Vorschläge; bei Bedarf ist eine andere Schwerpunktsetzung
möglich, über die wir uns in der ersten Sitzung verständigen
sollten. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, wenn Studierende
bereit wären, ihre zur Zeit laufenden Seminararbeiten mit allen damit
im Zusammenhang stehenden Fragen in die Seminararbeit einzubringen und
zur Diskussion zu stellen.
Eine erfolgreiche Teilnahme ist gebunden an eine aktive Beteiligung
an den jeweiligen Sitzungen.
Lektüre-Tipp: Manuel R. Theisen: Wissenschaftliches Arbeiten:
Technik Methodik Form. 10., vollst. neubearb. Aufl. München:
Vahlen 2000 [dieser Band enthält ein ausführliches, teilweise
kommentiertes Literaturverzeichnis zum Thema]