MA (b) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II
Dipl.(g) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II
Jörg Keller
Inhalt der Veranstaltung
Ziel des Seminars ist ein genaueres Verständnis der Natur von
Wortbildungsprozessen in der Deutschen Gebärdensprache (DGS).
Um das Ziel zu erreichen, werden wir zunächst die theoretischen
Grundlagen der Morphologie des Deutschen auffrischen, d.h. die allgemeinen
Regeln der Derivations-, Kompositions- und Flexionsmorphologie wiederholen,
und dann auf aktuelle morphologische (Detail-)Analysen und Beschreibungsansätze
für einige Wortbildungsprozesse in anderen Laut- und Gebärdensprachen,
insbesondere ASL, eingehen.
Sprachtypologische Analysen und Vergleiche mit anderen Laut- und Gebärdensprachen
liefern uns das theoretische Rüstzeug für die morphologische
(morphophonologische und morphosyntaktische) Beschreibung der DGS. Wir
werden damit Wortbildungsprozesse in der DGS identifizieren, werden ihre
spezifischen Eigenschaften heraus arbeiten und werden versuchen, diese
typologisch einzuordnen.
Ablauf der Veranstaltung
In der ersten Sitzung (16-18 Uhr) werden die Referatsthemen besprochen,
die Referate verteilt und Fragen zum Seminar, zur Form von Arbeiten u.ä.
behandelt. In der zweiten Sitzung (18-20 Uhr) schließt sich
ein Brainstorming und eine Übersicht über die Morphologie an.
Ab der dritten Sitzung können Referate gehalten werden; diese dauern
in der Regel eine Stunde; darauf folgt eine weitergehende Diskussion zum
Thema.
Teilnahmevoraussetzung
Erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar Ia-Gebärdensprachlinguistik
sowie Bereitschaft, englische Texte zu lesen und ggf. selbständig
Beispiele für morphologische Prozesse in der DGS zu erheben.
Zur Vorbereitung
Das Kapitel zur Morphologie in Keller/Leuninger (1993), Grammatische
Strukturen - kognitive Prozesse. Tübingen.
Scheinvergabe
Regelmäßige Teilnahme am Seminar und Referat mit schriftlicher
Ausarbeitung in neuer Rechtschreibung, das mindestens mit "ausreichend"
beurteilt wird.
Sprechstunde: siehe Aushang (voraussichtl. Mittwoch vor der Veranstaltung, R 209)