07.042

MA (b) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II
Dipl.(g) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II

Jörg Keller

Wortbildungsprozesse

Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Raum 3
2std., Mi 16-20 (7 x 4 Std., Beginn: 25.10.00)

Inhalt der Veranstaltung
Ziel des Seminars ist ein genaueres Verständnis der Natur von Wortbildungsprozessen in der Deutschen Gebärdensprache (DGS).
Um das Ziel zu erreichen, werden wir zunächst die theoretischen Grundlagen der Morphologie des Deutschen auffrischen, d.h. die allgemeinen Regeln der Derivations-, Kompositions- und Flexionsmorphologie wiederholen, und dann auf aktuelle morphologische (Detail-)Analysen und Beschreibungsansätze für einige Wortbildungsprozesse in anderen Laut- und Gebärdensprachen, insbesondere ASL, eingehen.
Sprachtypologische Analysen und Vergleiche mit anderen Laut- und Gebärdensprachen liefern uns das theoretische Rüstzeug für die morphologische (morphophonologische und morphosyntaktische) Beschreibung der DGS. Wir werden damit Wortbildungsprozesse in der DGS identifizieren, werden ihre spezifischen Eigenschaften heraus arbeiten und werden versuchen, diese typologisch einzuordnen.

Ablauf der Veranstaltung
In der ersten Sitzung (16-18 Uhr) werden die Referatsthemen besprochen, die Referate verteilt und Fragen zum Seminar, zur Form von Arbeiten u.ä. behandelt.  In der zweiten Sitzung (18-20 Uhr) schließt sich ein Brainstorming und eine Übersicht über die Morphologie an. Ab der dritten Sitzung können Referate gehalten werden; diese dauern in der Regel eine Stunde; darauf folgt eine weitergehende Diskussion zum Thema.

Teilnahmevoraussetzung
Erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar Ia-Gebärdensprachlinguistik sowie Bereitschaft, englische Texte zu lesen und ggf. selbständig Beispiele für morphologische Prozesse in der DGS zu erheben.

Zur Vorbereitung
Das Kapitel  zur Morphologie in Keller/Leuninger (1993), Grammatische Strukturen - kognitive Prozesse. Tübingen.

Scheinvergabe
Regelmäßige Teilnahme am Seminar und Referat mit schriftlicher Ausarbeitung in neuer Rechtschreibung, das mindestens mit "ausreichend" beurteilt wird.

Sprechstunde: siehe Aushang (voraussichtl. Mittwoch vor der Veranstaltung, R 209)