07.127

MA

Dipl.(h) Berufspraxis / Berufspraktische Übung

Gabriele Reinitzer

Entspannungstechnik





Zum Seminarinhalt:
Ziel der Veranstaltung ist es, angehende GebärdensprachdolmetscherInnen in möglichst effektive Bewegsabläufe einzuüben, vor berufsbedingten Schäden des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Nerven, Muskel) zu bewahren bzw. schon eingetretene Schädigungen zu erkennen und (nach ärztlicher Diagnose) auf Möglichkeiten der Therapie zu verweisen. Die durch die hohen körperlichen und psychischen Belastungen beim Gebärdensprachdolmetschen entstehenden Verspannungen und Fehlhaltungen können Ausgangspunkt von Erkrankungen sein, die starke Schmerzen verursachen und die durch präventive Maßnahmen vermieden werden sollen.
Der Schwerpunkt der Übung liegt nicht auf einer verbalen und theoriezentrierten Darstellung vieler möglicher und unterschiedlicher Entspannungstechniken, sondern in der die Psyche berücksichtigenden und physiologisch/anatomisch begründeten Einübung von möglichst effektiven und 'richtigen' Bewegungsabläufen sowie von Möglichkeiten, Fehlhaltungen zu korrigieren, aus Überbeanspruchungen und 'Anspannungen' (Streß) wieder herauszufinden: sich (auch kurzfristig) zu entspannen.
Ausgangs- und Zielpunkt ist der Vorgang und Bewegungsablauf des Dolmetschens (im Sitzen, im Stehen, aktiv oder nur zuhörend/ sehend, in der Einzelkommunikation, im 'Hör'saal, am Bildschirm etc.); Aufmerksamkeit wird aber auch gelenkt auf die Vorbereitung auf diese Tätigkeit (Schlafhaltungen, Morgengymnastik, Kleidung/Schuhe, Ernährung, unterstützende Geräte wie Sitzkissen etc., Atemtechniken); auf die Möglichkeit der Entspannung in 'Dolmetschpausen' (die nicht nur in der kleinen Zigarette liegen...) und auf die geistig/ körperliche Nachbereitung der Dolmetscharbeit (bis hin zu heißen Rollen, Bädern etc.). Von den Studierenden wird erbeten, daß sie körperlich 'aktiv' (und nicht nur mit dem Kopf) mitarbeiten und sich selbst einbringen sowie für diese Arbeit durch entsprechende Kleidung und 'Arbeitsgerät' (Isomatte) gerüstet sind.
Unterrichtsmaterialien (Skelett, Spiegel...) wird bereitgestellt.
Wegen der räumlichen und übungsbedingten Gegebenheiten muß der Kurs auf max. 15 Teilnehmerinnen beschränkt werden.