07.079

MA (a) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II
Dipl.(f) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II

Thomas Hanke

Mundbild und -gestik in europäischen Gebärdensprachen




Zum Seminarthema:
Mundbild ist ein zentraler Aspekt der nonmanuellen Komponente in vielen Gebärdensprachen Gehörloser, das insbesondere für die DGS von Bedeutung zu sein scheint. Mundgestik, d.h. nicht mit Lautsprache in Verbindung zu bringende Mundbewegungen, sind auch für einige derjenigen Gebärdensprachen attestiert, bei denen Mundbilder eine geringere Rolle spielen.
Im Seminar sollen die unterschiedlichen Forschungsergebnisse zu Mundbild und Mundgestik in verschiedenen Gebärdensprachen aufgearbeitet, vorgestellt und insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Kompatibilität der Beschreibungsansätze diskutiert werden. Als Materialgrundlage wird dabei u.a. der Berichtsband zu dem internationalen Workshop on the use of the mouth in European sign language dienen, der im Dezember 1999 in Leiden (NL) abgehalten wurde (vgl. Literaturangabe). Ziel der Auseinandersetzung mit den vorhandenen Modellen ist die Schaffung eines sprachübergreifenden Ansatzes zur Beschreibung von Mundbild und Mundgestik.

Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist der Nachweis der Zwischenprüfung bzw. des Vordiploms.
Für die erfolgreiche Teilnahme (Scheinvergabe) ist eine aktive Teilnahme im Plenum sowie die Anfertigung eines schriftlichen Referats erforderlich.

Vorbereitende Literatur:
Boyes Braem, Penny / Rachel Sutton-Spence (eds.): The Hands are the Head of the Mouth: the Mouth as Articulatior in Sign Languages. (International Studies on Sign Language and Communication of the Deaf, Vol. 39) Hamburg/Seedorf: Signum-Verlag 2001