07.059
MA [(c) Gebärdensprachgemeinschaften / Seminar Ib]
Dipl. (c) Translationswissenschaft / Seminar II
Simone Scholl , Tomas Vollhaber
Dolmetschen und Übersetzen im kulturellen Vergleich (im Verbund mit 07.074)
Institut für Deutsche Gebärdensprache (Ro 45, Weißer Saal)
2std., Mi 14-16
Immer stärker rückt ein Arbeitsfeld ins Zentrum des Interesses, das Gebärdensprachdolmetschen und -übersetzen im kulturellen Bereich. Dieser unterscheidet sich wesentlich von den bekannten Bereichen, in denen Gebärdensprachdolmetscher ihren Einatz finden, da sie hier mit einer ganz eigenen Textsorte konfrontiert sind, deren Wesensmerkmal nicht nur in ihrem Inhalt, sondern auch in ihrer Form, d.h. in ihrer ästhetischen Gestaltung liegt.
Als Bereiche sind hier Theater, Oper, Musikpräsentationen, aber auch Gebärdensprachfestivals, Gebärdensprachtheater sowie Übersetzungen für Unter- und Obertitelung zu nennen.
Als Garanten einer zufriedenstellenden translatorischen Leistung müssen Dolmetscher über ein Expertenwissen verfügen. Dieses Wissen schließt in unserem Zusammenhang nicht nur Kenntnis über Wesensmerkmale poetischer Sprache ein, es setzt auch ein Reflektionsvermögen einerseits über Vorstellungen moderner Dramatik und Lyrik sowie andererseits unterschiedlicher Translationstheorien voraus.
Des weiteren soll Rolle und Rollenverständnis beim Dolmetschen im kulturellen Bereich diskutiert werden. Die Unterscheidung von »Übersetzung« und »Übertragung« wird bei diesen Überlegungen im Mittelpunkt stehen.
Wir hoffen für dieses Seminar Fachleute einladen zu können, die mit uns sowohl theoretische Fragestellungen diskutieren, als auch berufsrelevante Überlegungen erörtern.