07.052

MA (b) Gebärdensprachlinguistik / Seminar Ic
Dipl. (g) Gebärdensprachlinguistik / [Ergänzungsseminar]

Thomas Hanke

Computergestützte Transskriptionsverfahren für Gebärdensprachen


VMP 6, (Phil 156)
2std., Mo 16-18


Inhalt:
Wer in der Sprachwissenschaft empirisch arbeiten will, sieht sich zunächst vor die mühsame Aufgabe gestellt, das Rohmaterial (Tonband- bzw. Videoaufzeichnungen) aufzubereiten, um es für weitere quantitative und qualitative Analysen zugänglich zu machen. Je nach Analysezweck werden dafür verschiedene Transkriptionsverfahren angewendet. Die formale Beschreibung sprachlicher Daten, zunächst nur als Erinnerungshilfe zur möglichst genauen Reproduktion gedacht, ist dabei keineswegs losgelöst von theoretischen Vorannahmen.

Mithilfe digitalisierter Videoaufzeichnungen kann die Transkription direkt am Computer vorgenommen werden. Die formale Beschreibung kann jederzeit am Originaldokument überprüft und korrigiert werden.

In diesem Seminar sollen anhand einer am Zentrum für DGS durchgeführten empirischen Erhebung im Rahmen des Psychologie-Fachgebärdenlexikons die theoretischen und praktischen Probleme der Transkription von Gebärdensprache deutlich gemacht werden.

Die Teilnehmer sollen dabei selbst am Computer eigene Transkripte anfertigen und sich anhand ausgewählter Texte in die theoretischen Fragestellungen einarbeiten. Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.

Die Arbeitsweise (Plenum / Gruppenarbeit, Diskussion / Referate / praktisches Arbeiten) hängt maßgeblich von der Teilnehmeranzahl (es steht nur eine begrenzte Anzahl von Computerarbeitsplätzen zur Verfügung) und der aktiven Teilnahme ab.


Voraussetzungen:

Wünschenswert, jedoch nicht erforderlich, sind Grundkenntnisse in Macintosh-Textverarbeitungstechniken. Kenntnisse in HamNoSys sind vorteilhaft.

Periodizität dieses Seminars:
voraussichtlich alle 2-3 Semester mit leicht verschiedenen Schwerpunkten.