07.066
Andrea Schulz
Theorie des Dolmetschens - Der Dolmetschprozess
Zentrum für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr. 34), Ro45 weißer
Saal
2Std., Di 10:45-12:15Uhr
Zum Seminarthema:
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auseinandersetzung mit dem Prozess
des Dolmetschens. Die Folge Aufnahme, Sinnentnahme und Reformulierung so,
wie sie bei Seleskovitch beschrieben ist, bildet dabei den Ausgangspunkt
der Reflexion. Nach einer ersten Annäherung, in der die Komplexität
des gesamten Prozesses erfaßt werden soll, werden die einzelnen Schritte
genauer betrachtet. Kognitive Abläufe und die Möglichkeit, diese
durch gezieltes Training zu effektivieren, sollen beleuchtet und diskutiert
werden. Darüberhinaus beschäftigt sich das Seminar auch mit der
Frage, inwiefern theoretisches Wissen über den Dolmetschprozess Einfluß
auf die praktische Arbeit von Dolmetschenden haben kann.
Ablauf:
Teilnahmevoraussetzung oder -beschränkung:
Das Seminar wird in Deutscher Gebärdensprache abgehalten. Ausreichende
Sprachkompetenz ist erforderlich.
Scheinvergabe:
ein Referat und dessen Verschriftlichung bzw. ein auf Video gebärdeter
Vortrag, sowie regelmäßige Teilnahme.
Evtl. Empfehlung von vorbereitender Lektüre:
- Danica Seleskovitch: "Der Konferenzdolmetscher" Sprache
und Kommunikation, Heidelberg: Groos 1988
- Frishberg, Nancy: "Interpreting: An introduction". Silver
Spring : RID Publ. 1986
- McIntire, Marina: " Arbeit und Ausbildung von GebärdensprachdolmetscherInnen".
In: Prillwitz/Vollhaber (Hrsg.) Gebärdensprache in Forschung und Praxis,
Hamburg, 23. - 25 März 1990, Signum 1991