07.120

MA
Dipl. (f) Gebärdensprachlinguistik / Seminar II

Chrissostomos Papaspyrou

Kontrastive Grammatik für GebärdensprachdolmetscherInnen

Institut für Deutsche Gebärdensprache
3std., die VA fällt aus!



Seminarbeschreibung:
In diesem vorwiegend praxisorientierten und interaktiven Seminar werden die wichtigsten Ansätze kontrastiver Grammatik von DGS und Deutsch abgehandelt, die für GebärdensprachdolmetscherInnen eine besondere Tragweite aufweisen. Die TeilnehmerInnen werden dabei die Gelegenheit haben, ihre eigenen dolmetschbezogenen Erfahrungen, die sich auf die kontrastive Grammatik beziehen, unter gemeinsame Diskussion hervorzubringen und sie reflexiv zu verarbeiten. Die TeilnehmerInnen werden daher die Freiheit haben, den Ablauf des Seminars schöpferisch mitzugestalten. Ziel des Seminars ist hauptsächlich den TeilnehmerInnen die Fertigkeit anzubieten, mit kontrastiv-grammatischen Angelegenheiten flexibel und pragmatisch umzugehen. Darüber hinaus wird die Möglichkeit angeboten, das sogenannte Tertium comparationis der kontrastiven Grammatik von DGS und Deutsch ansatzweise zu überprüfen, nämlich die Bedingung semantischer bzw. pragmatischer Äquivalenz zu untersuchen und daher auf kognitiv-semantische Gegebenheiten hinauslaufen zu können, die auf der sprachlichen Wirklichkeit von DGS und Deutsch beruhen.

Teilnahmevoraussetzungen oder -beschränkungen:
Das Seminar richtet sich an Studierende des Diplomstudiengangs Gebärdensprachdolmetschen.
Voraussetung für den Besuch dieses Seminars ist ausreichende Dolmetscherfahrung in DGS-Deutsch wie auch ausreichendes Hintergrundwissen bezüglich kontrastiver Linguistik und Übersetzung.

Anforderungen für die Scheinvergabe:
aktive Teilnahme, Referat und Erstellen einer Hausarbeit

Ausgewählte Literatur für die Studierenden:
Groß, H. (1988): Einführung in die germanistische Linguistik. München: Iudicium.
Lakoff, G. (1987): Women, Fire, and Dangerous Things: What Categories Reveal about the Mind. Chicago: Chicago University Press.
Meibauer, J. (2001): Pragmatik. Tübingen: Stauffenburg.
Papaspyrou, Ch. (2003): Sprachrhythmen: Drei Beiträge zum integrierenden Zusammenhang von Gebärden- und Lautsprache. Hamburg: Signum.
Rein, K. (1983): Einführung in die kontrastive Linguistik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
Stokoe, W. (1972): Semiotics and Human Sign Languages. Den Haag: Mouton.
Whorf, B. L. (1985): Sprache-Denken-Wirklichkeit. Hamburg: Rowohlt (Original: Language, Thought and Reality. Cambridge, Mass.: MIT Press, 1956).