07.106

MA (c) Gebärdensprachgemeinschaften / Ergänzungsseminar
Dipl. (e) Gebärdensprachgemeinschaften / Ergänzungsseminar

Thomas Worseck, Mark Zaurov

Gehörlose im 3. Reich und ihre Vergangenheitsbewältigung

Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstraße34, Raum 5)
2std.,  Mo 12-14


Zum Seminarinhalt:
Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in die Rolle der Gehörlosen im 3. Reich und die Bewältigung dieser Zeit durch die Gehörlosen. Der Umgang der Gehörlosengemeinschaft mit ihren eigenen Minderheiten wie die der gehörlosen Juden wird beleuchtet. Hierbei wird auf die Geschichte und den Status gehörloser Juden in Deutschland wie z.B. die Israelische Taubstummenanstalt (ITA) in Berlin-Weisensee (1873­1942) eingegangen. Gehörlose Persönlichkeiten aus dieser Zeit werden vorgestellt. Einen Einblick in die damalige Kultur und den Alltag der Gehörlosen wird gegeben. Die Verbandsarbeit der Gehörlosen (Regede) und ihre Publikationen stehen hierbei im Mittelpunkt. Anschließend wird der Frage nachgegangen, ob oder in wieweit die Gehörlosenpädagogik, die Kirchen und die Gehörlosenverbände ihre Vergangenheit aufgearbeitet und bewältigt haben. Interessant ist hierbei die Frage, ob die Gehörlosen während des 3. Reiches neben der Opfer- auch die Täterrolle nach der Goldhagensche These innehatten.

Teilnahmevoraussetzung:  Dieser Kurs findet in Deutscher Gebärdensprache statt!!