Karin Wempe
Institut für Deutsche Gebärdensprache (Binderstr.
34, Raum 222)
2std.Blockseminar, Do 12-14
Das im Folgenden beschriebene Seminar bietet die Möglichkeit, sich in einer Gruppe Studierender mit den Freuden und Leiden wissenschaftlichen Arbeitens auseinanderzusetzen, statt allein zu Hause am Schreibtisch über weißen Blättern zu grübeln allen Interessierten sei versprochen: Keine Frage zum ‚Wissenschaftlichen Arbeiten‘ ist zu blöd, um nicht im Rahmen dieses Seminars gestellt und hoffentlich auch beantwortet zu werden.
Wichtig ist mir, dass sich nicht nur Studierende im Grundstudium angesprochen
fühlen, die mitunter hilflos vor der Aufgabe stehen, zum ersten Mal
eine schriftliche Arbeit anfertigen zu müssen, sondern auch Studentinnen
und Studenten, die bereits im Hauptstudium sind, sich aber noch nicht fit
genug fühlen, ein Examenskolloquium zu besuchen.
Ebenso wichtig ist mir, vor überhöhten Erwartungen
zu warnen: Dieses Seminar kann und wird den Studierenden den Hauptanteil
wissenschaftlichen Arbeitens nicht abnehmen, sprich: sich im Rahmen sonstiger
Seminare (während vieler mühseliger Stunden) Texte zu erlesen,
sich mit diesen kritisch auseinanderzusetzen und die Ergebnisse einer solchen
Auseinandersetzung zu Papier zu bringen. Mit anderen Worten: Schreiben
müssen Sie Ihre Arbeiten selbst!
Stattdessen wird es im Seminar um folgende Bausteine eines jeden ‚wissenschaftlichen
Projekts‘ gehen:
• Themenfindung/-reflexion;
• Zeitplanung;
• Materialsuche;
• Materialauswertung;
• Materialdarstellung (vom Manuskript zum Typoskript).
Anhand dieser Bausteine soll versucht werden, dem ‚Gewusst wie‘ folgender Tätigkeiten auf die Spur zu kommen:
• Literaturrecherche (anhand von Nachschlagewerken, Bibliothekskatalogen,
Bibliographien usw.);
• Bibliographieren;
• Exzerpieren von Texten;
• Erstellen von Karteien;
• Erstellen einer (vorläufigen) Gliederung;
• ‚wissenschaftliches Schreiben‘ (Stolpersteine und Stilfragen);
• Zitieren;
• Erstellen eines Literaturverzeichnisses;
• Erstellen eines Typoskripts.
Dies alles sind Vorschläge; bei Bedarf ist eine andere Schwerpunktsetzung
möglich, über die wir uns in der ersten Sitzung verständigen
sollten. Von großem Wert wäre, wenn Studierende im Werden befindliche
oder bereits abgeschlossene Seminararbeiten zur Verfügung stellten,
um anhand dieser „Praxiserfahrungen“ die oben genannten Punkte diskutieren
zu können.
Eine erfolgreiche Teilnahme ist gebunden an eine aktive Beteiligung
an den jeweiligen Sitzungen.
Lektüre-Tipp: Manuel R. Theisen: Wissenschaftliches Arbeiten:
Technik Methodik Form. 10., vollst. neubearb. Aufl. München:
Vahlen 2000 [dieser Band enthält ein ausführliches, teilweise
kommentiertes Literaturverzeichnis zum Thema]